Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan EU-Beitrittskandidat Moldau Nicht nur ein Fest der Freude Von Sabine Adler Rumänien und Moldau Vertieft die EU-Perspektive ihre Beziehung? Gespräch mit Raimar Wagner, Friedrich Naumann Foundation for Freedom Die Republik Moldau ist gerade als EU-Beitrittskandidat anerkannt worden, was nicht alle im Land erfreut. 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung sind Putin loyal und konsumieren russische Medien. Risse gehen durch die ganze Gesellschaft, auch durch die moldauisch-orthodoxe Kirche. Manche Priester vertreten die Kreml-Narrative über die NATO und geben das wieder, was auch Patriarch Kyrill von sich gibt. Dass Moldau dennoch den Status eines EU-Beitrittskandidaten bekam, ist vor allem ihrer Präsidentin Maia Sandu zu verdanken, die einen prowestlichen Kurs fährt und sowohl bei Klerikern wie bei ihren sozialistischen Konkurrenten verhasst ist.

Montag 18:30 Uhr SRF 2 Kultur

Literaturclub: Zwei mit Buch

Exit to Biedermeier: «Spitzweg» von Eckhart Nickel Drei Jugendliche entfliehen der Realität in eine Parallelwelt der Kunst aus der Romantik. Darin finden sie neuen Zugang zum eigenen Leben und einen Weg, sich an einer Lehrerin zu rächen. Für «Zwei mit Buch»-Host Simon Leuthold eine schlaue Ode an die Kunst, die mehr sein kann als ästhetischer Reiz.

Montag 19:00 Uhr HR2

Hörbar Rudolstadt-Festival - so klingt die Welt & mehr Musik grenzenlos

Das Rudolstadt-Festival vereint Weltmusik, große Bühnen und lauschige Hofkonzerte - zwischen Folk-Tradition und verwegenen Experimenten. Vier Tage lang ist die Welt zu Gast in der thüringischen Provinz.

Montag 19:05 Uhr Bayern 2

Zündfunk

Rapperin, Dichterin, Aktivistin: Moor Mother und ihr neues Album "Jazz Codes" Mit Bärbel Wossagk und Achim Bogdahn

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Nur nicht auffallen Über die Schwierigkeit, Menschen mit Lese- und Schreibschwäche zu erreichen Von Susanne Franzmeyer (Wdh. v. 22.03.2021) 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Das hat eine groß angelegte Studie aus dem Jahr 2018 ergeben. Welche Gefahren sich daraus für unsere Gesellschaft ergeben können, diese Menschen nicht mit abzuholen, kann Anke Grotlüschen, Professorin für Lebenslanges Lernen an der Universität Hamburg, anschaulich erklären. Sie hat wesentlich an der Studie mitgewirkt. Aber wie erreicht man die Betroffenen, die ihr Defizit häufig als großes Geheimnis mit sich herumtragen, und die eher zum Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben neigen? Grundbildungsangebote gibt es heute genug - doch die Hemmschwelle, sie zu nutzen, liegt hoch.

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Hull Truck Theatre, Hull Aufzeichnung vom 07.04.2017 In Memoriam Norma Waterson Tribute to a legend of British Folk The Watersons und The Gift Band Moderation: Carsten Beyer

Montag 21:05 Uhr Bayern 2

Theo.Logik

Vom Drachentöter zur Pflegekraft - Wer sind unsere Helden? Krisenhelden heute - Beobachtungen zwischen Pandemie und Krieg. Von Antje Dechert Heilige Helden - Wie Heilige zu Helden stilisiert wurden und warum wir sie verehren. Von Friederike Weede Die postheroische Gesellschaft. Hat das Heldentum ausgedient? Interview mit Prof. Ulrich Bröckling, Lehrstuhl für Soziologe Uni Freiburg Wo Helden noch gebraucht werden: Eindrücke aus einem Flüchtlingslager in Kenia. Von Johannes Reichart Moderation: Irene Esmann . Sie töten Drachen, besiegen den Erzfeind oder helfen den Armen. Klassische Heldenfiguren kennen wir aus Geschichtsbüchern, Märchenerzählungen und der Bibel. Heutzutage, so scheint es, sind Helden nicht mehr besonders populär. Der Freiburger Soziologe Prof. Ulrich Bröckling beobachtete lange Zeit sogar, dass das "Postheroische" in unserer demokratischen und modernen Gesellschaft eine große Konjunktur hat. Hat das Heldentum ausgedient? Oder hat es sich nur gut versteckt? Und - erlebt es womöglich jetzt, angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, eine Renaissance? Ganz verschwunden, auch da sind sich Wissenschaftler einig, sind Helden ja nie, zumindest als fiktionale Gestalten in Film und Literatur haben sie sich gehalten. Und seit der Corona-Pandemie sprechen wir auch im Alltag wieder häufiger über Helden. Diesmal sind es keine muskulösen Mannsgestalten, sondern Pflegekräfte und Kassiererinnen. Eines steht fest: Menschen, die Stärke zeigen, sich aufopfern und für Andere da sind, werden auch heute noch gebraucht. Besonders anschaulich wird das in den Flüchtlingslagern in Afrika, die der Theo.Logik-Reporter Johannes Reichart besucht hat.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Audiobiografie

Von Alfred Behrens (Wiederholung) Audiobiografie als Autobiografie: Wenn ein literatur- und kunstinteressierter, engagierter Siebzigjähriger auf sein Leben zurückblickt, sieht er es von den Spuren der Medienrevolution gezeichnet, die einsetzte, als er jung war, zugleich mit der alles verändernden Popkultur. Beschwörende Blicke auf die Bevölkerung des Gedächtnisses, Schatten eines unvergessenen Aufbruchs - und um sie herum der überquellende Bodensatz der Zitat-Schnipsel: aus Büchern und Songs, Filmen, Fotografien und Zeitungsartikeln, aus Fernsehberichten und Radiosendungen. Ein inneres Depot voller Stimmen und Bilder: halb Archiv und halb Sammelsurium, mit ungültigen Adressen und den Number-One-Hits von einst als dokumentierten Zäsuren. Wird das Erinnern zwangsläufig multimedial - weil schon das Leben zum Speicher tendierte, der immerzu überlief? Und wie erzählt man das dann im Zeitalter der digitalen Recherche nach der verlorenen Zeit - mit dem Smartphone? Ausgerechnet das steifleinene Memoiren-Genre wird zum Spielfeld eines Experiments, das jedermann offen steht. Alfred Behrens, 1944 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Er ist Schriftsteller, Regisseur und Hochschullehrer. Autor zahlreicher Hörspiele, zuletzt "Amok Koma", RBB 2007. Hörspielpreis der Kriegsbilden (1974), Frankfurter Hörspielpreis (1987), Hörspielpreis der Akademie der Künste (1987), Premios Ondas (1994), Günter-Eich-Preis (2007). Regie: Alfred Behrens Produktion: MDR 2016 Mitwirkende: Rüdiger Vogler - Erzähler Christian Brückner - Stimme der Erinnerung Mirco Kreibich - Jan Christoph Anna Kurek - Sprecherin 1 Mateja Meded - Nadja/Joan Enrique Sánchez Lansch - Kommentator Jill Holwerda - Joan Didion David Fischbach - James Douglas Morrison Laura Wilkinson - Guardian Voice Jana Klinge - Sprecherin 2 Conny Wolter - Ina-Claudi Nadja Schulz-Berlinghoff - Zitat-Sprecherin (57 Min.)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Hoffmanns Rache Von Christoph Prochnow Regie: Christoph Dietrich Mit: Falk Rockstroh, Eva Meckbach, Ingo Hülsmann, Julia Mohn, Max Volkert Martens, Markus Hoffmann, Thomas Holländer, Klaus Manchen, Martin Hohner, Erika Skrotzki Ton und Technik: Bernd Friebel und Eugenie Kleesattel Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007 Länge: 54"11 Der Schädel des Dichters E.T.A. Hoffmann ist verschwunden. Drei Wochen stand er auf dem Flügel des Komponisten Ezard Scheffel, dessen Kreativität dadurch beflügelt wurde. Umso unbegreiflicher, dass er sich vom Balkon stürzte. Der Tote hinterlässt eine unvollendete Ballett-Oper nach Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann". Spuren von äußerer Gewalt sind nicht feststellbar, aber die begehrte Reliquie ist gestohlen. Das bemerkt die Sängerin Isolde Karstensen sofort, die mit dem Toten beruflich und privat verbunden war. Verbunden ist sie allerdings auch mit dem Librettisten Dr. Arnim, der das Opernwerk nun sogar selbst kompositorisch fertigstellen will. Kriminalhauptkommissar Bronnen knöpft sich Dr. Armin vor und wird von seiner Assistentin Weiss dazu verdonnert, sich durch Hoffmanns Gesamtwerke zu lesen. Vor allem "Der Sandmann" scheint eine Schlüsselrolle in diesem Fall zu spielen. Christoph Prochnow, geboren 1942, studierte an der Filmhochschule Babelsberg, arbeitete im DEFA-Studio für Spielfilme und schreibt seit 1973 Hörspiele. Für Deutschlandfunk Kultur produzierte er unter anderem "Zolas Schornstein" (2014) und "Van Goghs Schweigen" (2015) sowie zuletzt "Das Ende von Laura und Paul" (2017). Krimi-Hörspiel: Ein gestohlener Dichterschädel Hoffmanns Rache

Dienstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Neue Musik

Music and/as Process Ein britisches Projekt untersucht Musik als "System von Bewegungen" Von Carolin Naujocks Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017 Eine Gruppe um die englische Komponistin Lauren Redhead begreift Komponieren als Umgang mit musikalischen Prozessen. Der Begriff "Prozess" wird immer wieder in unterschiedlichsten musikalischen Zusammenhängen verwendet. Besonders für die Minimal Music spielt er eine zentrale Rolle. 2012 hat sich eine britische Studiengruppe gegründet, um die Leistungsfähigkeit dieses Begriffs auch im Hinblick auf andere musikalische Aspekte zu untersuchen. Das Team um die englische Komponistin Lauren Redhead zieht einen bewusst weiten Radius, um das prozessuale Geschehen beim Komponieren, Interpretieren und Hören von Musik in seinen vielfältigen Formen zu beschreiben.

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